FAQ
Häufige Fragen
Wie läuft eine Anfrage bei LeoMess ab?
Sie senden LeoMess Ihre Anfrage per E-Mail, Telefon oder mit Ihrem Bauteil. Auf Basis von Zeichnungen, Bildern oder CAD-Daten wird das passende Messverfahren gewählt und Ihr Objekt gescannt – im Messraum oder bei Bedarf direkt bei Ihnen vor Ort. Anschließend werden die Scandaten ausgewertet, gemeinsam im virtuellen Messraum besprochen und bei Bedarf in Messberichte, STL-Daten, CAD-Daten oder Konstruktionen überführt. So erhalten Sie schnell eine klare, belastbare Grundlage für sichere Entscheidungen.
Welche Objekte können gescannt werden?
Jedes Bauteil kann gescannt werden. Anspruch, Kosten und Nutzen legen den Rahmen für Methode, Umfang und Qualität fest. Wir liefern Scans mit Laserscan, Streifenlichtscan, CT-Scan und Fotogrammetrie. Damit können wir Bauteile unter 1 Millimeter Größe bis ca. 10 Meter Größe erfassen.
Als Bauteil gelten hier nicht nur klassische Industrieprodukte, sondern auch Kunstobjekte, museale Objekte, Gebrauchsgegenstände, Liebhaberobjekte oder diverse Geheimprojekte.
Welche Scanverfahren setzt LeoMess ein?
Für präzise Messergebnisse braucht es das richtige Verfahren – und das hängt immer von der konkreten Aufgabenstellung ab. LeoMess setzt deshalb je nach Bauteil, Geometrie und Zielsetzung auf unterschiedliche, bewährte Messtechnologien: Streifenlichtprojektion, Fotogrammetrie, Laserscan und CT-Scan.
Die Streifenlichtprojektion ist das Kernverfahren für hochpräzise Flächenerfassungen. Strukturiertes Licht wird auf das Bauteil projiziert und die Verformung des Musters ausgewertet – das Ergebnis sind dichte, detailreiche 3D-Punktwolken, ideal für Qualitätssicherung, Erstmusterprüfung und Flächenrückführung. Die Fotogrammetrie ergänzt dieses Verfahren vor allem bei großen Objekten oder schwierigen Umgebungsbedingungen: Über fotografische Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven lassen sich Bauteile und Strukturen räumlich präzise erfassen – auch dort, wo andere Verfahren an ihre Grenzen stoßen.
Wo es um das schnelle, berührungslose Erfassen von Geometrien geht, kommt der Laserscan zum Einsatz. Er eignet sich besonders für komplexe Formen, schwer zugängliche Bereiche und den Einsatz direkt am Bauteil oder in der Produktionsumgebung. Der CT-Scan schließlich eröffnet eine ganz andere Perspektive: Er macht das Innenleben eines Bauteils sichtbar – ohne es zu öffnen oder zu beschädigen. Innenliegende Strukturen, Materialfehler oder verborgene Geometrien lassen sich so zerstörungsfrei analysieren und dokumentieren.
Welches Verfahren – oder welche Kombination davon – für Ihr Projekt sinnvoll ist, klärt Jörg Lehmann mit Ihnen im direkten Gespräch. Das Ziel ist immer dasselbe: Messdaten, die zu Ihrer Aufgabe passen und Ihnen wirklich nützen.
Wann wird vor Ort gescannt und wann im Messraum?
Das entscheiden vor allem Größe und Gewicht des Bauteils – und manchmal auch ganz praktische Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort. Kleinere und mittelgroße Objekte scannen wir in unserem Messraum. Dort haben wir optimale Bedingungen: kontrollierte Umgebung, volle Ausrüstung, kurze Wege. Das ist in den meisten Fällen die schnellste und präziseste Lösung.
Bei größeren Bauteilen – und spätestens wenn ein Teil über 2.000 kg wiegt oder sich schlicht nicht sinnvoll transportieren lässt – kommen wir zu Ihnen. Mobile Vermessung vor Ort ist für uns Alltag, kein Sonderfall. Für solche Einsätze setzen wir häufig Fotogrammetrie ein, die sich besonders gut für großformatige oder schwer zugängliche Objekte eignet.
Was danach folgt, ist in beiden Fällen gleich: Auswertung, Besprechung und Abstimmung der Ergebnisse finden in unserem virtuellen Messraum statt. Das bedeutet für Sie: Sie müssen nicht vor Ort sein, um die Ergebnisse gemeinsam mit uns durchzugehen – das geht bequem online, direkt und ohne Umwege.
Welche Daten und Dateiformate erhalten Kunden nach dem Scan?
Was Sie nach dem Scan von uns erhalten, hängt davon ab, was Sie damit vorhaben – und das besprechen wir am besten vorab. Als Grundlage liefern wir Ihnen die STL-Scandaten, die Sie direkt für die weitere Bearbeitung nutzen können. Für Auswertungen und Prüfaufgaben erhalten Sie außerdem detaillierte Maßberichte – wahlweise als PDF oder als Excel-Tabelle, je nachdem, wie Sie die Daten weiterverarbeiten möchten.
Wenn es um Flächenrückführung oder Reverse Engineering geht, liefern wir Ihnen fertige CAD-Daten in den gängigen Formaten: STEP, IGES, DXF sowie Catia. Ergänzend dazu erstellen wir auf Wunsch Prüfberichte und EMPB-Dokumentationen – alles, was Sie für Ihre Prozesse, Ihre Qualitätssicherung oder Ihre Lieferkette brauchen.
Was ist Flächenrückführung und wofür wird sie benötigt?
Flächenrückführung – auch Reverse Engineering genannt – ist vereinfacht gesagt der Weg vom realen Bauteil zurück zum digitalen Modell. Wir scannen das vorhandene Objekt, und anhand der gewonnenen Messdaten rekonstruieren wir einen vollständigen CAD-Datensatz. Das Ergebnis ist ein sauberes, weiterverwendbares digitales Modell – so, als hätte das Teil von Anfang an eine CAD-Zeichnung gehabt.
Gebraucht wird das vor allem dann, wenn keine brauchbaren CAD-Daten mehr existieren: weil sie verloren gegangen sind, weil ein Teil schon sehr alt ist oder weil ein vorhandenes Objekt als Vorlage für Nachbau, Reparatur oder Weiterentwicklung dienen soll. Typische Fälle aus unserer Praxis sind Oldtimerteile, ausgefallene Maschinenkomponenten oder Werkzeuge, für die schlicht keine Unterlagen mehr vorhanden sind. Wir scannen das Teil – und geben Ihnen die Grundlage, um es neu fertigen zu lassen.
Für welche Branchen sind die Leistungen geeignet?
Für alle, die mit Bauteilen, Geometrien oder Maßhaltigkeit arbeiten. In der Praxis sind das vor allem Unternehmen aus Kunststoffverarbeitung, Umform- und Schmiedetechnik, Gießerei, Werkzeugbau sowie Anlagen- und Maschinenbau. Aber auch in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, der Produktentwicklung und der Forschung gehört präzise 3D-Messtechnik längst zum Alltag.
Ein Einsatzbereich, der viele überrascht: Museen und Institutionen, die historische Artefakte oder Kulturgüter digital erfassen und dokumentieren möchten. Auch hier liefern wir präzise, nachvollziehbare Messdaten – ganz ohne das Original zu berühren oder zu beschädigen.
Wie präzise sind 3D-Scans?
Bei der Streifenlichtprojektion erreichen wir im kleinsten Messbereich eine Auflösung ab 0,01 mm – das entspricht der Stärke eines menschlichen Haares. Für viele Aufgaben in der Qualitätssicherung oder der Erstmusterprüfung ist das mehr als ausreichend.
Wichtig zu wissen: Die erreichbare Genauigkeit hängt immer von Bauteilgröße und eingesetztem Verfahren ab. Je größer das Objekt, desto mehr verschiebt sich der sinnvolle Messbereich. Welche Genauigkeit für Ihre konkrete Aufgabe realistisch und ausreichend ist, klären wir gemeinsam – bevor wir messen, nicht danach.
Können auch sehr große oder schwere Bauteile gescannt werden?
Ja, unser Messbereich reicht von 1 mm bis 10 m – also von kleinen Präzisionsteilen bis hin zu großen Baugruppen oder Anlagenkomponenten. Für großformatige Objekte setzen wir je nach Situation Fotogrammetrie oder Laserscan ein, die sich auch für schwer zugängliche oder unregelmäßig geformte Strukturen eignen.
Bei Teilen über 2.000 kg kommen wir zu Ihnen. Mobile Vermessung direkt vor Ort – im Märkischen Kreis, in NRW und bundesweit – ist für uns kein Ausnahmefall, sondern ein ganz normaler Teil unserer Arbeit.
Unterstützt LeoMess auch bei Ersatzteilen ohne CAD-Daten?
Genau dafür sind wir der richtige Ansprechpartner. Wenn ein Teil nicht mehr lieferbar ist, die Original-Zeichnung fehlt oder ein Altteil als Vorlage dienen soll, scannen wir das vorhandene Objekt und erstellen daraus einen neuen, fertigen CAD-Datensatz. Den können Sie direkt an einen Fertigungsbetrieb Ihrer Wahl weitergeben.
Das funktioniert für Oldtimerteile genauso wie für Betriebsmittel, Werkzeuge oder Maschinenkomponenten – überall dort, wo ein Teil vorhanden ist, die Unterlagen dazu aber nicht mehr. Sprechen Sie uns einfach an: In den meisten Fällen lässt sich schnell klären, ob und wie wir helfen können.